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Claudia Castellucci: Die ästhetische Frage eines künstlerischen Archivs in seiner Konzeption und Nutzung
29 Juni ore 10:00 – 4 Juli ore 19:00 CEST
Claudia Castellucci nimmt an Archivi di Comunità mit einem Text mit dem Titel Alcuni cenni sull’Archivio storico della Socìetas Raffaello Sanzio teil. Das Dokument wird ab Montag, dem 29. Juni 2026, bei TSpace verteilt, zusammen mit „Bollettino dell’Archivio N°1 13 Ottobre 2018“ und „Bollettino dell’Archivio N°2 24 Novembre 2018“. Wie Claudia schreibt, heben die an „Archivi di comunità“ übergebenen Texte einige Fragen bezüglich der Funktionen des physischen Archivs der Socìetas Raffaello Sanzio (1981–2006) hervor, die anlässlich eines im Jahr 2018 abgehaltenen Seminars aufgeworfen wurden: insbesondere die Fähigkeit, „die aufbewahrten Objekte sowohl in visuellem als auch in intellektuellem Sinne zu erwecken“. Die Künstlerin wird nicht persönlich anwesend sein.

Claudia Castellucci / Societas
Claudia Castellucci absolvierte eine Ausbildung in den bildenden Künsten und gründete 1981 gemeinsam mit ihrem Bruder Romeo, Chiara Guidi und weiteren die Societas Raffaello Sanzio, eine Theatercompagnie, die sich weltweit mit einem Theaterverständnis etablierte, das vor allem auf visueller, plastischer und klanglicher Ausdruckskraft basiert. Als sich die Compagnie im Jahr 2006 auf unterschiedliche künstlerische Forschungswege der beteiligten Künstler aufteilte, setzte C. Castellucci ihre Auseinandersetzung mit der bildnerischen Kunst in der Produktion von Werken fort, die mit einer philosophischen Praxis verbunden sind, die auf Rhythmus basiert. Dies führte sie auch zur Gründung verschiedener Schulen mit einem „antiken“ Ansatz, der eher auf der Freude am Wissen als auf Ausbildung beruht: Scuola teatrica della discesa (1989–93), Stoa (2003–07) und Mòra (2015–19). 2011 leitete sie in Bordeaux im Rahmen der Urban-Art-Biennale die École du rythme. Seit 2014 dirigiert sie weltweit – nach einem ersten Beginn in Athen – die Esercitazioni di Movimento Ritmico. Zu ihren Texten zählen: Uovo di bocca (Bollati Boringhieri 2000), Setta. Scuola di tecnica drammatica (Quodlibet 2015) und Bollettini della Danza (Edizioni Sete 2019). Im Jahr 2020 erhielt sie den Silbernen Löwen der Tanzbiennale von Venedig.
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