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Manuela Iannetti: Erinnern oder vergessen? Archive, Gedächtnis und Erzählung im Erfahrungshorizont von Archivissima
24 Juni ore 17:30 – 18:00 CEST
Archivissima ist das erste italienische Festival, das der Förderung der in den historischen Archiven von Organisationen, Institutionen und Unternehmen bewahrten Kulturgüter gewidmet ist. Konzipiert von der Promemoria Group und organisiert vom Kulturverein Archivissima APS, wurde die Veranstaltung 2018 ins Leben gerufen, inspiriert vom erfolgreichen Format „La Notte degli Archivi“. Jahr für Jahr erneuert das Festival sein Engagement, der breiten Öffentlichkeit die Geschichten zugänglich zu machen, die in den historischen Archiven aufbewahrt werden, und das Erbe durch eine Mischung verschiedener Sprachen und Medien aufzuwerten. Im Jahr 2026 fand die Veranstaltung bereits in der neunten Ausgabe statt und wurde vom 4. bis 7. Juni in Turin im Sitz des Museumspol des Gallerie d’Italia von Intesa Sanpaolo veranstaltet, sowie am 5. Juni landesweit in ganz Italien, wobei die Absicht bestand, Instrumente, Medien und Formate im Dienste der Archivinhalte zu erneuern. Das Hauptziel von Archivissima ist es, die Vielfalt des Erbes zu fördern. Dazu ist es notwendig, den Blick auf die Vergangenheit, die in Papieren und Dokumenten bewahrt wird, zu verändern: Sie sollte als Raum der Möglichkeiten interpretiert werden und nicht als etwas, das fest und unveränderlich ist. Archive sprechen zur Gegenwart und tragen dazu bei, neue Linien für die Zukunft zu zeichnen – von der Wertschätzung der Güter über die breite kulturelle Teilnahme bis hin zum gemeinsamen Wissen, bis hin zur Umsetzung neuer Wachstumsmodelle in der Kulturindustrie. Um die Beteiligung und das Engagement der Organisationen, groß und klein, vor Ort möglichst zu maximieren, investiert Archivissima in die Entwicklung von Teilnahmeformen, die traditionelle und digitale Formen umfassen, und unterstützt die Umsetzung origineller Produkte und Formate, neben Begegnungen und Gelegenheiten für den persönlichen Besuch.
Manuela Iannetti
In Turin 1976 geboren, beschäftigt sie sich mit Inhalten und kulturellen Projekten. Seit 2018 ist sie Direktorin von Archivissima – Il Festival e la Notte degli Archivi, der ersten italienischen Veranstaltung zur Förderung und Aufwertung historischer Archive von Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen, für die sie die kulturelle Programmgestaltung, die Partnerbeziehungen und die Gesamtkoordination verantwortet.
Zudem arbeitet sie mit der Promemoria Group zusammen, einem führenden Unternehmen im Bereich der Heritage-Aufwertung, an der Entwicklung digitaler Formate zu Archivinhalten. Im Verlagswesen leitete sie über zehn Jahre den Verlagsbereich der Agentur Alicubi und entwickelt weiterhin kulturelle Projekte für Vereine, Non-Profit-Organisationen und Unternehmen. Zu ihren Publikationen zählen Il continente della porta accanto. Viaggi incontri e storie da un altro Sud Est (2025) und Quelle Storie meravigliose. Storie di donne a Sud Est (2021) für Kurumuny Edizioni; beim Verlag Antonio Tombolini erschienen zudem der narrative Reportageband Claroquesí. Cartoline dalla rivoluzione (2018) sowie die Erzählungssammlung Boris e lo strano caso del maiale giallo (2016).
Archivio Arte Contemporanea
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